Detaillierteste Wahlkarte: So haben die 2212 Gemeinden gewählt

Detaillierteste Wahlkarte: So haben die 2212 Gemeinden gewählt

Die Grünen sind die grossen Wahlsieger. Sie haben sogar noch deutlicher zugelegt, als es die Umfragen prognostizierten. Die Öko-Partei hat ihren Wähleranteil auf 13.2 Prozent erhöht und um 6.1 Prozent zugelegt. Neu sind die Grünen national sogar stärker als die CVP.

Grüne Wähler leben fast überall in der Schweiz, wobei sie in der Westschweiz am stärksten vertreten sind. In fast keiner Gemeinde sind die Grünen hingegen die stärkste Partei. Oltingen (38.4 Prozent) im Kanton Basel-Land und Daillens (34.6 Prozent) im Kanton Waadt sind Ausnahmen. Im Vergleich zu 2015 haben die Grünen dort die SVP überholt, in Daillens auch noch die FDP und die SP. Ein heftigen Aufschwung erlebten die Grünen auch im Tessin, Extrembeispiel ist die Tessiner Gemeinde Onsernone. Holten sie dort vor vier Jahren nur gerade 1.2 Prozent der Stimmen, waren es dieses Jahr 36.9 Prozent.

Auch die GLP gehört zu den Wahlsiegern und kommt neu auf 7.8 Prozent. Wie bei den Grünen sind die grünliberalen Wählerinnen und Wähler überall in der Schweiz zu finden. Besonders stark ist die Partei in den Kantonen Zürich, Aargau und Waadt. In Dübendorf ist die GLP beispielsweise die zweitstärkste Partei.

SVP bleibt stärkste Partei

Die SVP bleibt klar die stärkste Partei in der Schweiz, verliert aber 12 Nationalratssitze. Wie schon vor vier Jahren ist der Kanton Nidwalden eine SVP-Hochburg, ebenfalls beide Appenzell und das Berner Oberland. In Dallenwil und in Oberdorf im Kanton Nidwalden erreicht die SVP mehr als 70 Prozent der Stimmen. SVP-Nationalrat Peter Keller wurde dort klar wiedergewählt. Schwächer ist die SVP in Graubünden und in der Westschweiz.

Zweitstärkste Kraft im Parlament bleibt die SP, doch auch sie verliert: minus Prozent. Besonders stark sind die Sozialdemokraten in einigen Gemeinden des Kantons Jura. Im National- sowie im Ständerat sind sie dort mit Pierre-Alain Fridez und Elisabeth Baume-Schneider vertreten. In Délemont (33.7 Prozent) und Courrendlin (37.7 Prozent) ist die SP wählerstärkste Partei. In der Zentralschweiz erzielt die SP hingegen oft auch einstellige Resultate, so im Luzernischen Escholzmatt-Marbach (3.7 Prozent) oder in Romoos (2.7 Prozent).

CVP im Wallis, FDP im Appenzell Ausserrhoden.

Die FDP ist die drittstärkste Partei (15.1 Prozent) der Schweiz und sehr stark im Kanton Appenzell Ausserrhode vertreten, wo sie in gewissen Gemeinden über 60 Prozent holt. Andrea Caroni von der FDP vertritt den Kanton im Ständerat, FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden verpasst die Wahl nur knapp. Auch in der Westschweiz und am rechten Zürichsee-Ufer leben viele FDP-Wähler.

Das Oberwallis, gewisse Teile von Graubünden und der Kanton Appenzell Innerrhoden sind von der CVP dominiert. Über 70 Prozent erreicht die Christliche Volkspartei in gewissen Gemeinden. Im Wallis machten zwei CVP-Ständerats-Kandidaten die meisten Stimmen, müssen jedoch in den zweiten Wahlgang. Im Westen der Schweiz schneidet die CVP hingegen schlecht ab und kommt an manchen Orten auf fast keine Stimmen.

Die BDP verliert 1.7 Prozent. Am stärksten ist sie noch im Kanton Glarus, wo Präsident Martin Landolt seinen Nationalratssitz verteidigt.